AG PRO-Plänterwald eine Bürgerinitiative zur Bewahrung des Plänterwaldes!

Es handelt sich um das citynächste Waldgebiet Berlins, das zusammen mit dem Treptower Park, der Insel der Jugend, Altstralau und dem Rummelsburger See eine unverwechselbare identitätsstiftende Berliner Spreelandschaft bildet. Seit Jahrzehnten haben die Berliner nicht nur aus Treptow, Neukölln und Kreuzberg von diesem naturnahen Raum Besitz ergriffen, der gleichzeitig mit der Archenholdsternwarte, dem Sowjetischen Ehrenmal, der Gaststätte Zenner und dem Treptower Hafen zu Bildung, Besinnung und Naherholung einlädt. Diese Landschaft soll so genutzt werden, dass ihre Schönheit bewahrt wird und auch kommende Generationen die Möglichkeit haben, hier echte Natur zu erleben und sich dabei zu erholen.




Der Plänterwald ist für uns ein von Menschen erworbener Platz für Natur in urbaner Umgebung, für uns Nachgeborene ein Geschenk, das wir bewahren wollen.
Doch wir wissen wie zerbrechlich unsere natürliche Umwelt auch hier bei uns ist. Bisher haben wir den Plänterwald vor einem großen Rummel bewahrt. Neue Pläne für den Spreepark könnten den Plänterwald schonen, aber noch immer wird der Ausbau des Dammweges zur vielbefahrenen Stadtstraße mit Fußweg jetzt bei Tempo 30 statt bisher Tempo10 geplant. Seit über einem Jahr werden Gespräche von Bürgern mit den Fachleuten in den Ämtern von Treptow-Köpenick zu den Einzelheiten der Planung abgelehnt und nun wird der fertige Bebauungsplan9-7 ohne die erbetenen Rücksprachen im Vorfeld ausgerechnet in der Ferienzeit für vier Wochen zur Bürgerbeteiligung ausgelegt (für die Planer nur eine lästige Formalie??)

Bebauungsplan 9-7 zum Spreepark/Dammweg bis zum 27. Juli Bürgerbeteiligung. Jeder kann mitmachen:

Zur Abgabe Ihres Widerspruches bzw. Ihrer Stellungnahme gibt es viele Möglichkeiten:

1) Die Unterlagen zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans 9-7 können über die Beteiligungsplattform unter https://www.mein.berlin.de eingesehen werden. Dort kann man sich nach Anmeldung direkt online beteiligen

2) Per Mail an: post.stadtplanung@ba-tk.berlin.de 
  Bitte in der Mail Bezug nehmen auf den Bebauungsplan 9-7 „Spreepark“.

3) Per Brief an: Stadtentwicklungsamt Treptow-Köpenik Rudower Chaussee 4   12489 Berlin
   Bitte im Schreiben Bezug nehmen auf den Bebauungsplan 9-7 „Spreepark“.

4) Oder vor Ort im Rathaus Treptow Neue Krugallee 4: Mo-Mi bis 16Uhr; Do bis 18Uhr, Fr bis 14Uhr.
Dort liegen alle Dokumente aus und Beteiligungsformulare sind da!

Vor allem geht es um den Dammweg und die Parkplätzte für das Eierhäuschen. Überall in der Stadt wird der Raum für motorisierte Fahrzeuge eingeschränkt, entstehen Spielstraßen und Kiezblocks; aber hier soll ein Weg durch einen Wald zu einer Stadtstraße ausgebaut werden? Warum gibt es niemanden Offiziellen (keine Senatorin, keine Bezirksstadträtin, keinen Bezirksbürgermeister), der begreift, dass ein Landschaftsschutzgebiet auch so etwas sein kann, wie ein geschützter Bereich, wo nur die wenigen berechtigten Fahrzeuge hindurch fahren dürfen und dabei die Vorfahrt aller anderen Verkehrsteilnehmer beachten müssen. Verkehrsberuhigung im Landschaftsschutzgebiet - ist das so abwegig?
Im B-Plan wird von 30km/h ausgegangen. Das ist kein Zwang, weil jederzeit zu streckenbezogenen 10km/h zurückgekehrt werden kann! Keiner erklärt uns den Widerspruch: einerseits wegen der großen Gefahrenlage unbedingt auf die Mischverkehrsfläche verzichten, andererseits wegen der nicht erhöhten Gefahrenlage die erlaubte Geschwindigkeit verdreifachen.

Natürlich sind wir nicht prinzipiell gegen die Festlegungen für die Neugestaltung des Spreeparks. Wir unterstützen den Schutz des Uferweges und finden es richtig, dass Spreeparkbesucher nicht mit dem PKW bis in den Park fahren dürfen.

Die Papiere des Planentwurfs sind sehr umfangreich, jeder kann versuchen, die Dokumente zu studieren. Wer noch was Interessantes findet, sollte es allen mitteilen. Wir haben in der BI Pro Plänterwald zusammengesessen und für uns wesentliche Punkte zusammengetragen. Wer sich für diese Anregungen zur eigenen Stellungnahme interessiert, kann uns das mitteilen unter:
info@pro-plaenterwald.de


Die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen spielen auch in anderen Zusammenhängen keine Rolle:



Die Turbulenzen um den großen Orionhof führten am Ende zu einem Aufatmen der Bürgerinitiative. Über die aktuelle Entwicklung kann man sich bei der BI Plänterwald informieren.

Aber gleichzeitig wird die Nachverdichtung in drei anderen Höfen noch in diesem Jahr durchgezogen. Und wir glauben nicht, dass das das Ende ist. Unser in vielen Teilen gut geplante und gebaute Ortsteil soll ohne Gesamtkonzept vor allem dichter werden. Die Lücken in der Infrastruktur werden dabei immer deutlicher. Und es werden immer mehr Bäume fallen, wie der erste hier:
Der erste Baum, der am 24.Februar 2022 im Hof nahe der Neuen Krugallee der Nachverdichtung zum Opfer fiel.

Bürgerkomitee Plänterwald und Bürgerinitiative Pro Plänterwald