AG PRO-Plänterwald eine Bürgerinitiative zur Bewahrung des Plänterwaldes!

Es handelt sich um das citynächste Waldgebiet Berlins, das zusammen mit dem Treptower Park, der Insel der Jugend, Altstralau und dem Rummelsburger See eine unverwechselbare identitätsstiftende Berliner Spreelandschaft bildet. Seit Jahrzehnten haben die Berliner nicht nur aus Treptow, Neukölln und Kreuzberg von diesem naturnahen Raum Besitz ergriffen, der gleichzeitig mit der Archenholdsternwarte, dem Sowjetischen Ehrenmal, der Gaststätte Zenner und dem Treptower Hafen zu Bildung, Besinnung und Naherholung einlädt. Diese Landschaft soll so genutzt werden, dass ihre Schönheit bewahrt wird und auch kommende Generationen die Möglichkeit haben, hier echte Natur zu erleben und sich dabei zu erholen.


foto: seriot 2010




Dammweg bleibt Damm-WEG
Kein Ausbau zur Stadtstraße!

Seit 15 Jahren wehren wir uns gegen kommerzielle Absichten zur Umgehung des Landschaftsschutzes für den Plänterwald, der im nächsten Jahr schon 20 Jahre Bestand haben wird. Im Jahre 2002 begann im Bezirksamt Treptow-Köpenick die Arbeit am Bebauungsplan 9-7, der in der frühzeitigen Bürgerbeteiligung glatt durchfiel, weil die Mehrheit der Bürger es für wahnwitzig hielt, im Wald ein Parkhaus mit hunderten Parkplätzen zu bauen und gleichzeitig den Dammweg als Zufahrtstraße herzurichten. Der Rummel sollte sich für die Investoren rechnen: je mehr Gäste, die mühelos hinkommen, desto mehr Profit.
Nun ist viel Zeit vergangen; die goldenen Ritter sind nicht erschienen, und endlich setzte sich im Senat Vernunft durch; eine Einigung mit dem Hauptschuldner führte dazu, dass Berlin wieder alleiniger Herr über das Gelände des Spreeparks geworden ist. Da dachten wir einige Zeit, dass nun alle künftigen Lösungen bei der Frage beginnen, was geht hier ohne Beeinträchtigung der natürlichen, geschützten Umgebung.
Ja, wir glaubten sogar den Äußerungen der neuen Macher, dass es genau diese wunderschöne Landschaft sei, die hier noch wenig urban verfälscht nahe der City existiert, die die Ideen zu einem Kunst-und Kulturpark inspiriert hätten.
Aber das alles war zu kurz gedacht. Denn die Planer von Grün-Berlin haben großartige Pläne für diesen Park, die in der Realisierung nicht billig sind. Aber Fördergelder fließen nur, wenn die Sache eine hohe Bedeutung hat für die Stadt. Deshalb rechnet man nun wieder mit gigantischen Besucherzahlen von bis zu 600.000 Gästen pro Jahr, das sind dann schon mal im Sommer 3000 bis 4000 täglich. Man glaubt, es zu schaffen, dass nur 25% mit persönlichem PKW direkt zum Park kommen, aber auch das wären viele Hundert am Tag und so entsteht erneut ein Verkehrsproblem.
Das Bezirksamt hat ohne jede Bürgerrücksprache den Plan9-7 wieder ins Rennen geschickt mit geänderter Aufgabenstellung, aber wieder mit der Forderung, den Dammweg als Zufahrtsstraße zu“ertüchtigen“. Das bedeutet Ausbau nach Baugesetzgebung mit Fußwegen und Radwegen und Einhaltung der Verkehrssicherung. Da darf links und rechts in 10m Entfernung kein Baum stehen, bzw. wird er, bei kleinstem Zweifel, entfernt. Allmählich entsteht dann eine 30m breite Schneise im Seit Jahren vertreten wir die Meinung, dass die letzten 400m zum kulturellen Erlebnis selbst schon ein Erlebnis sein dürfen. Das gilt für jeden gesunden Menschen, nur für Ältere und Behinderte kann man eine direkte Zufahrt ermöglichen bei einer beschränkten Anzahl von Parkplätzen. Dazu muss aber der Dammweg nicht ausgebaut werden, eine gelegentliche Asphaltsanierung würde genügen.
Alle Ideen für einen Parkzugang ohne PKW sollten geprüft und die besten schnell realisiert werden.

Bürgerkomitee Plänterwald und AG Pro Plänterwald