Baumfällung im Plänterwald

Viele Bürger waren erschreckt, als plötzlich im Plänterwald Sägen aufheulten, Wege abgesperrt wurden und aus unserer Sicht prächtige Baumriesen zur Strecke gebracht wurden, wie die vor und nach dem Fall abgebildete alte Buche. Rote Punkte, aufgesprayt vom Förster, bedeuten das Todesurteil! Warum aber, wo doch heutzutage Totholz und natürlicher Wald gefragt sind? Offensichtlich erfüllen die Forstbeamten ihre gesetzliche Pflicht zur Wegesicherung, eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz der Waldbesucher. Viele Fragen bleiben: Geht der Schutz nicht auch anders, warum müssen immer ganze Bäume fallen, kann man nicht auf Gefahren hinweisen, die doch sowieso an allen Ecken lauern? Wir erwarten am 13. Dezember Aufklärung und interessante Gespräche. M.Mocker



Mit Förster Bartsch im Dezemberforst

Gekommen waren vor allem die Kollegen der Waldschule und der harte Kern vom Bürgerkomitee Plänterwald. Zwei Stunden lang hatten wir einen interessanten Meinungsaustausch mit unserem Revierförster. Als Laie staunt man, wieviele Gesichtspunkte ein guter Förster abwägen muss, ehe er einen Baum fällen lässt. Jedenfalls geschieht nichts leichtfertig, und unsere heimliche Trauer um manchen schönen Baumriesen wurde gemildert durch die Einsicht, dass nun der ganze Wald neue Chancen zu gesunder Entwicklung bekommt. Förster denken in Zeitabschnitten von Jahrzehnten, wo wir nur Jahre (unsere Jahre) im Blick haben. Auch unsere Besorgnis, dass die Forstmaschinen die Wege zerwühlt haben und nun die Spaziergänger neue Trampelpfade suchen, wurde relativiert. Tatsächlich hat sich jetzt, einen Monat nach der Aktion die Lage schon fast wieder normalisiert, denn die Forstarbeiter haben nach der Fällaktion mit dem mörderischen Krach im Wald ihre Maschinen auch zum Planieren der Wege eingesetzt. Danke für den informativen Rundgang und danke für die wärmenden Getränke im Anschluss in der Waldschule! Bürgerkomitee Plänterwald
Nun noch ein paar Bilder!



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