Aktionen 2004

3. Eierlauf zum Eierhaus am 25. April

Mit dieser Aktion lenkte der F.U.N. die Aufmerksamkeit auf das verfallende Eierhäuschen, die Tatenlosigkeit der Politiker und die Bereitschaft vieler Menschen, selbst tatkräftig mitzuarbeiten bei der Rettung des Gebäudes. Der Einladung folgten viele Bürger und viele zufällige Pasanten schlosssen sich an. Die Information erfolgte bei Spiel, Kuchen und Getränken. Am Eierhäuschen entstand ein buntes Treiben, wie es eigentlich normal sein könnte.
Die Abendschau von B1 berichtete am gleichen Tag von dem unterhaltsamen Spektakel an dem noch immer dem Verfall preisgegebenen Eierhäuschen. Hunderte Besucher informierten sich über das Problem und bekamen den Flyer "Eierlauf zum Eierhaus", aus dem wir nachfolgend einige Auszüge bringen. Vollständig ist er hier zu lesen: PDF-Dokument ( 470KB).


Nicht nur, dass nach den Vorstellungen von Liegenschaftsfonds, Insolvenzverwalter sowie Gläubigerbank eine Vermarktung des gesamten ehemaligen Spreepark-Objektes – also Freizeitpark und Eierhaus – an einen Investor erfolgen soll, werden die Vermarktungsbedingen auch noch im Vorfeld auf die Ansprüche der bisher entdeckten Investoren-Interessenten zurechtgeschneidert, insbesondere im Hinblick auf eine erhebliche Anzahl von Parkplätzen. ....

Seit über einem Jahr nun schieben sich die verantwortlichen Institutionen (Liegenschaftsfonds, Insolvenzverwalter und Gläubigerbank) gegenseitig den schwarzen Peter bezüglich einer zu treffenden Entscheidung zu, und ein Ende dieses ‚Eiertanzes’ ist nicht absehbar. .....

Der Niedergang des Eierhauses im Zusammenhang mit dem Schrottrummel des ehemaligen Spreeparks im Landschaftsschutzgebiet Plänterwald weitet sich also zu einem Skandal in mehrfacher Hinsicht aus. Der Insolvenzverwalter maßt sich zwar die alleinige Verfügungsgewalt an, kommt aber in keinster Weise der erforderlichen Sicherungspflicht nach. Funktionslose Zaunteile garnieren den Trümmerhaufen.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, sich endlich zu einer sachgerechten Entscheidung durchzuringen, und zwar im Sinne des immer wieder geforderten Bürgerengagements.

Wir fordern wiederholt und weiterhin, dass das denkmalgeschützte Eierhaus aus dem Erbbaurechtsvertrag mit der insolventen Spreepark GmbH herausgelöst wird, damit es schnellstmöglich saniert und mit Leben erfüllt werden kann.

Dann soll das ‚Eierhaus’ wieder eine Ausflugsrestauration und Kommunikationsstätte für Jedermann werden und nicht etwa eine weitere überzogene Luxusgastronomie.

Der F.U.N. hatte im vergangenen Jahr das Dach gegen Witterungseinflüsse abgesichert und auch Fenster und Türen verschlossen, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Letzteres mangels geeigneter Sicherungsmaßnahmen leider vergeblich. Dem desolaten Zustand des Eierhäuschens kann solange nicht entgegengewirkt werden, wie keine Entscheidung seitens der Verantwortlichen getroffen wird.

Der Verein strebt auch weiterhin einen sinnvollen Betrieb im „Eierhaus“ an. Nach einer schrittweisen Sanierung soll das Eierhäuschen wieder zu einer familienfreundlichen Ausflugsgaststätte werden. Die Preise sollen sozial verträglich sein also, wie gesagt, keine überzogene Luxusgastronomie erfolgen. Biergarten (mit Kinderspielplatz) und Wintergarten können teilweise mit Selbstbedienung betrieben werden, Gasträume mit Küche sollen üblichen Service erhalten. Zwei Säle sind für verschiedenartigste Veranstaltungen vorgesehen, z.B. Tanzveranstaltungen, Familienfeiern, Vorträge, Vereinstreffen, Ausstellungen und vieles andere mehr.


Sie können sich der bereits bestehenden Aktionsgemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger „Freundeskreis Eierhaus“ anschließen und somit die intensiven Bemühungen des F.U.N. unterstützen.

Der F.U.N. hat ein gemeinnütziges Projekt „Sanierung und Erhalt des Eierhäuschens“ erstellt, das den entsprechenden Institutionen bereits seit langem vorliegt und mit dem im Grunde offene Türen eingerannt werden, aber leider nicht alle (siehe vorstehende Ausführungen).

Für eine sukzessive Restaurierung des Eierhäuschens melden sich beim F.U.N. ständig neue Mitstreiter, die zu ehrenamtlicher, d.h. unentgeltlicher Handwerksarbeit bereit sind. Es gibt bereits je eine Gruppe Hochbau, Türen/Fenster, Elektro-, Sanitär/Heizung, und Maler. Aber leider müssen wir diese Helfer immer wieder vertrösten, weil es eben an einer definitiven Entscheidung fehlt. Das Bürgerengagement wird bisher leider mit Füßen getreten.

4. Tag des Plänterwald am 13. Juni
5. Organisation der Bürgerbeteiligung zur Flächennutzungsplan-Änderung
6. Septemberflyer 2004